Pressemeldungen
  • Verkauf gegen Leibrente: Vorsicht!

    In den eigenen vier Wänden wohnen bleiben – und dabei am besten noch monatliche Einkünfte aus der Immobilie erzielen – das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Um sich diesen erfüllen zu können, locken Angebote, die das Versilbern des Familienheims gegen eine Leibrente bewerben. Das Konzept klingt auf den ersten Blick verlockend, vor allem für Alleinstehende oder Paare, die nicht an Angehörige zu denken haben: Das Haus verkaufen und mit einer monatlichen Rente unentgeltlich bis ans Lebensende in dem Haus wohnen. Das kann eine Lösung sein. Doch es ist Vorsicht geboten. Der Schritt will gut überlegt und gut umgesetzt sein. (...)
    [September 2020]
  • Wie gestaltet der Notar bei der Kaufpreisfinanzierung?

    Wer eine Immobilie erwirbt, benötigt meist ein Bankdarlehen. Die Bank ist zur Auszahlung des Darlehens aber nur bereit, wenn sie hierfür eine Sicherheit erhält. Steht als Sicherheit nur das Kaufgrundstück zur Verfügung, beißt sich die Katze in den Schwanz: Der Käufer möchte das Grundstück zwar bezahlen, kann das Grundstück aber nicht zugunsten der Bank belasten, da im Grundbuch noch der Verkäufer als Eigentümer eingetragen ist. Umgekehrt will der Verkäufer das Eigentum erst übertragen, wenn er den vollen Kaufpreis erhalten hat. (...)
    [Juli 2020]
  • Notarkammer Brandenburg wählt neuen Präsidenten

    Am 19. Juni sind im Rahmen einer außerordentlichen Kammerversammlung drei Positionen im Vorstand der Notarkammer Brandenburg außerplanmäßig neu besetzt worden. Grund ist, dass der seit 2018 amtierende Präsident Notar Peter Arntz aus Altersgründen als Notar ausscheiden wird und deshalb sein Amt als Präsident im Anschluss an die diesjährige ordentliche Kammerversammlung niedergelegt hat. Er hat sein Amt am Freitag an den neu gewählten Präsidenten Notar Hagen Stavorinus übergeben. Neuer Vizepräsident ist nun das bisherige Vorstandsmitglied Notar Hans-Ulrich Tegge. Zudem ist als weiteres Mitglied Notar Thomas Woinar in den Vorstand gewählt worden. (...)
    [Juni 2020]
  • Käufer trägt Maklerkosten nur noch bis zur Hälfte

    Ein neues Gesetz, das in der letzten Woche, am 5. Juni, den Bundesrat passierte und im Dezember 2020 in Kraft treten wird, regelt bundesweit die Verteilung der Maklerkosten zwischen Verkäufer und Käufer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern neu. (...)
    [Juni 2020]
  • Stiefkindadoption jetzt auch ohne Trauschein möglich

    Am 31. März trat das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Familien in Kraft. Damit besteht nun auch in Patchworkfamilien ohne Trauschein die Möglichkeit, die Kinder des Partners zu adoptieren. (...)
    [Mai 2020]
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Notarkosten

Die Kosten der Notarinnen und Notare (Gebühren und Auslagen) sind gesetzlich festgeschrieben. Das Notar- und Gerichtskostengesetz (GNotKG) stellt ein besonders soziales Gebührensystem auf, das jedermann den Zugang zu notariellen Amtstätigkeiten ermöglicht.


Der Notar ist nach § 17 Abs. 1 Satz 1 Bundesnotarordnung verpflichtet, für seine Tätigkeit die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren zu erheben - nicht mehr und nicht weniger.

 

Das Gebührensystem des GNotKG ist sorgfältig austariert. Es führt auch dazu, dass der Notar viele Amtstätigkeiten durchführt, ohne dass ihm eine kostendeckende Gebühr zufließt. Dadurch wird gewährleistet, dass jedermann notarielle Beratung und Vertragsgestaltung in Anspruch nehmen kann, unabhängig von Vermögen oder Wert des Geschäfts.

 

Das notarielle Kostenrecht hat einen weiteren Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger: Die Beratung einschließlich der Entwurfstätigkeit des Notars ist in der Beurkundungsgebühr enthalten, unabhängig von der Schwierigkeit, des Aufwands oder der Anzahl der Besprechungstermine.