Pressemitteilungen
  • Lastenfreistellung – Was ist das?

    Ist die Traumimmobilie gefunden, beginnt meist erst die eigentliche Arbeit. Während sich die Vertragsparteien um die tatsächlichen Gegebenheiten wie den Zustand der Immobilie kümmern, klärt der Notar die „rechtliche Beschaffenheit“ des Grundstücks. „Der Erwerb eines Grundstücks macht den Käufer zwar zum Eigentümer, sichert ihm aber nicht automatisch alle Rechte daran“, weiß Dr. Evelyn Woitge, Geschäftsführerin der Notarkammer Brandenburg. In der Regel möchte der Käufer das Grundstück frei von Rechten Dritter erwerben. Die sogenannte Lastenfreistellung, also die Organisation der Löschung von eingetragenen Rechten im Zuge der Grundstücksübertragung, gehört zu den wesentlichen Aufgaben des Notars. (...)
    [August 2019]
  • Der Brexit – Das Aus für die „deutschen Limiteds“

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen. (...)
    [Juli 2019]
  • Mein Kind, dein Kind, unser Kind?

    Für homosexuelle Paare oder Paare mit unerfülltem Kinderwunsch bietet die moderne Fortpflanzungsmedizin mit Samen-, Eizell- und Embryonenspende eine Vielzahl an Möglichkeiten. Was medizinisch möglich ist, ist aber nicht immer rechtlich umsetzbar. (...)
    [Juli 2019]
  • Was der Käufer einer vermieteten Immobilie beachten muss

    In Zeiten von Dauerniedrigzinsen stellen Immobilien oftmals eine begehrte Form der Geldanlage dar. Wer eine vermietete Immobilie kauft, denkt in erster Linie an die Finanzierung und steuerliche Aspekte. Verkäufer und Käufer übersehen aber leicht wichtige Besonderheiten. (...)
    [Juni 2019]
  • Erfolg in Zahlen – Zentrales Vorsorgeregister und Testamentsregister

    Die Bundesnotarkammer führt zwei Register, die für die Rechtspraxis in Deutschland mittlerweile unersetzlich geworden sind: Das Zentrale Vorsorgeregister und das Testamentsregister. Die Bedeutung lässt sich auch aus den Zahlen des abgelaufenen Jahres ablesen. So sind im Vorsorgeregister mittlerweile über vier Millionen Vorsorgeverfügungen erfasst und ermöglichen im Notfall eine schnelle Entscheidung über die Notwendigkeit einer Betreuung. Mit knapp 17 Millionen registrierten Testamenten und Erbverträgen ist das Testamentsregister die Basis für effektive und schnelle Nachlassverfahren in Deutschland. (...)
    [Mai 2019]
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Geschichte

Die Notarkammer Brandenburg existiert seit September 1990 und hat seit 1994 ihren Sitz in der Dortustraße 71 in Potsdam. Die Gründungsversammlung der Kammer fand am 22. September 1990 im Bezirksgericht Potsdam statt. An der Gründungsversammlung haben 49 stimmberechtigte Notarinnen und Notare sowie neben zahlreichen Vertretern der Justiz, der Notarbünde und der Rheinischen Notarkammer auch Herr Notar Dr. Fessler als Vertreter der Internationalen Union des Lateinischen Notariats teilgenommen. Herr Notar Dietmar Böhmer mit Amtssitz in Cottbus wurde zum Präsident der Notarkammer Brandenburg gewählt und hatte dieses Amt bis zum Jahr 2018 inne. Mit seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt im Jahr 2018 wurde Herr Notar Dietmar Böhmer zum Ehrenpräsidenten der Notarkammer Brandenburg ernannt. Zum Vizepräsidenten wurde auf der Gründungsversammlung Herr Justizrat Notar Heinz Stavorinus gewählt, welcher diese Funktion bis 1998 innehatte. Seit dem Jahr 2018 ist Herr Notar Peter Arntz Präsident der Notarkammer Brandenburg. Weitere Mitglieder des derzeitigen Vorstandes sind Herr Notar Hagen Stavorinus als Vizepräsident, Herr Notar Florian Damke, Frau Notarin Dr. Antje Kroß und Herr Notar Hans-Ulrich Tegge. Die Geschäftsführung der Notarkammer Brandenburg wurde von 1991 bis 2018 durch Frau Notarin a.D. Karin Bencze wahrgenommen. Seit dem Jahr 2018 ist Frau Notarassessorin Dr. Evelyn Woitge Geschäftsführerin der Notarkammer Brandenburg.

 

In der Notarkammer haben Anfang 1991 79 Notare/innen in eigener Praxis amtiert. Bis 1995 ist die Zahl der Berufsangehörigen auf 93 angestiegen, ab 1998 erfolgte dann schrittweise die Einziehung von Notarstellen, so dass aktuell noch 71 Notarstellen in Brandenburg existieren. Seit 1994 wird in der Notarkammer Brandenburg Notarnachwuchs ausgebildet. Die Ausbildung haben 1994 fünf Notaranwärter aufgenommen. Derzeit sind 18 Notarassessoren/innen in der Notarkammer Brandenburg tätig.

 

Die Rheinische Notarkammer hat in den Anfangsjahren des Aufbaus des freiberuflichen Notariats als Partnerkammer aktive Hilfe für die Notare des Landes Brandenburg geleistet, u.a. durch sehr umfangreiche Fortbildungsveranstaltungen für die Notare und Notarangestellten. Der aktive Erfahrungsaustausch auch auf Geschäftsführerebene führte dazu, dass die Notarkammer Brandenburg bereits 1991 mit notarrechtlich interessanten Themen für das rechtsuchende Publikum mittels Presseinformationen an die Öffentlichkeit gegangen ist, sowie Pressekonferenzen und parlamentarische Abende organisiert und durchgeführt hat.

 

Die Notarkammer Brandenburg hat nach dem Vorbild der Rheinischen Notarkammer als unterstützende Gremien einen Personal- und Beschwerdeausschuss sowie einen Rechtsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und werden seit 1994 ebenfalls auf der Kammerversammlung gewählt.

Die Notare des Kammerbereiches haben ihre Erfahrungen an die Notarinnen und Notare der osteuropäischen Länder, die ebenfalls ein freies Notariat aufbauen, weiter gegeben. Es wurden bereits 1990/1991 Kontakte zu polnischen Notaren geknüpft, als dort die Reprivatisierung des Notariats ermöglicht wurde. Es konnten persönliche und berufliche Kontakte aufgebaut und gefestigt werden, die am 17. April 1996 zu dem Abschluss eines Partnerschaftsvertrages mit der Notarkammer Poznan führte. Im Rahmen dieses Partnerschaftsvertrages wurden gemeinsame Schulungen der Berufsanwärter sowohl in Polen als auch in Brandenburg zu grenzüberschreitenden Fragen sowie gemeinsame Telefonforen in Frankfurt (Oder) durchgeführt und Vertreter der jeweiligen Notarkammer haben an Notarkonferenzen der beiden Kammern teilgenommen.

 

Die zahlreichen internationalen Kontakte haben in der Notarkammer Brandenburg auch dazu geführt, dass bereits ab 1995 sich intensiv mit der Frage beschäftigt wurde, neue innovative Medien der Datenkommunikation und Präsentation der Notarkammer im Internet aufzubauen und zu nutzen. Die Internetpräsentation der Kammer wurde ab November 1996 frei geschaltet und wird seitdem ständig erweitert und neuen Bedingungen angepasst. So hatte die Notarkammer Brandenburg als bisher einziges Bundesland in dem internen Bereich die Möglichkeit für die Notare der Länder Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eingestellt, eine elektronische Abfrage zur Vorkaufsbetroffenheit nach § 69 BbgNatSchG vorzunehmen. Seit Oktober 2013 ist die Bundesnotarkammer Partner der Verwaltungsvereinbarung mit dem Land Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und stellt für alle Notare der Bundesrepublik auf einer Auskunfts- und Anwendungs-IT-Plattform diese elektronische Abfrage zur Vorkaufsbetroffenheit nach § 26 Brandenburgisches Naturschutzausführungsgesetz – BbgNatSchAG zur Verfügung.

 

Die Notarkammer Brandenburg ist gemeinsam mit der Notarkammer Berlin und der Deutschen Notarrechtlichen Vereinigung Gründer des Instituts für Notarrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin, das Institut wurde im Februar 2004 gegründet. Seit diesem Zeitpunkt ist Herr Notar Peter Arntz Mitglied des Beirats des Instituts und seit 2010 Mitglied des Vorstandes der Notarrechtlichen Vereinigung.