Pressemitteilungen
  • Verkehrssicherungspflichten bei Grundstücksgeschäften – Wer haftet wann?

    Herunterfallende Äste, abrutschende Dachziegel, Glatteis auf ungeräumten Gehwegflächen – gerade im Herbst und im Winter steigen die Risiken witterungsbedingter Unfälle. Grundstückseigentümer müssen dafür Sorge tragen, dass niemand Schaden nimmt, der das Grundstück passiert oder es betritt. Doch wer haftet, wenn das Grundstück veräußert wird? (...)
    [Oktober 2019]
  • Wie weise ich nach, dass ich Erbe geworden bin?

    Ein lieber Verwandter ist aus dem Leben geschieden, hat Haus, Hof und Bankkonten hinterlassen. Als Erbe haben Sie neben der Trauerbewältigung den Kopf nur schwerlich für rechtliche Fragestellungen frei. Leider gilt in den meisten Fällen der Grundsatz: Ohne Erbnachweis können Sie weder über Konten noch über Grundstücke verfügen. Wie geht es also weiter? (...)
    [September 2019]
  • Lastenfreistellung – Was ist das?

    Ist die Traumimmobilie gefunden, beginnt meist erst die eigentliche Arbeit. Während sich die Vertragsparteien um die tatsächlichen Gegebenheiten wie den Zustand der Immobilie kümmern, klärt der Notar die „rechtliche Beschaffenheit“ des Grundstücks. „Der Erwerb eines Grundstücks macht den Käufer zwar zum Eigentümer, sichert ihm aber nicht automatisch alle Rechte daran“, weiß Dr. Evelyn Woitge, Geschäftsführerin der Notarkammer Brandenburg. In der Regel möchte der Käufer das Grundstück frei von Rechten Dritter erwerben. Die sogenannte Lastenfreistellung, also die Organisation der Löschung von eingetragenen Rechten im Zuge der Grundstücksübertragung, gehört zu den wesentlichen Aufgaben des Notars. (...)
    [August 2019]
  • Der Brexit – Das Aus für die „deutschen Limiteds“

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen. (...)
    [Juli 2019]
  • Mein Kind, dein Kind, unser Kind?

    Für homosexuelle Paare oder Paare mit unerfülltem Kinderwunsch bietet die moderne Fortpflanzungsmedizin mit Samen-, Eizell- und Embryonenspende eine Vielzahl an Möglichkeiten. Was medizinisch möglich ist, ist aber nicht immer rechtlich umsetzbar. (...)
    [Juli 2019]
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Wir über uns

Die Notarkammer Brandenburg wurde im September 1990 gegründet. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt die Gesamtheit der im Land Brandenburg amtierenden Notarinnen und Notare. Entsprechend ihrer gesetzlichen Aufgabenzuweisungund auf der Grundlage der Satzung und berufsethischen Richtlinien wacht sie über Ehre und Ansehen ihrer Mitglieder und fördert die Pflege der notarspezifischen Rechtsgebiete. Sie nimmt einerseits die Interessen des Berufsstandes nach außen wahr, andererseits auch die standesrechtliche Kontrolle über die ihr angehörenden Notare. In diesem Rahmen ist die Notarkammer auch Ansprechpartner für Beschwerden über Notare und Notarassessoren. Die Notarkammer ist ebenfalls für die Fortbildung der Notarinnen und Notare sowie des notariellen Nachwuchses - der Notarassessorinnen und Notarassessoren - verantwortlich. Für die dienstrechtliche Aufsicht über die Notare sind unmittelbar die jeweiligen Landgerichte Cottbus, Frankfurt (Oder), Neuruppin und Potsdam zuständig. Die Notarkammer Brandenburg untersteht der Dienstaufsicht des Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg. Zurzeit amtieren im Land Brandenburg 68 Notarinnen und Notare sowie 3 Notariatsverwalter (Stand: 26.08.2019).

 

Die Notare des Kammerbereiches sind Pflichtmitglieder der Ländernotarkasse Leipzig, die für die Notarinnen und Notare der neuen Bundesländer zuständig ist. Ihre Aufgabe besteht u.a. darin, dass sie aus den Abgaben der Notare die Altersversorgung der Notare sichert. Die Ländernotarkasse ist außerdem für die Ausbildung der bei den Notaren angestellten Auszubildenden verantwortlich, sie sichert die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung der Notare und Notarassessoren und stellt den Haushalt für die genannten Kammern bereit. Die Ländernotarkasse gibt in Zusammenarbeit mit den Notarkammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen die Zeitschrift für die notarielle Beratungs- und Beurkundungspraxis (NotBZ) mit heraus.

 

Als Einrichtung der Bundesnotarkammer ist 1993 das Deutsche Notarinstitut (DNotI) in Würzburg gegründet worden, deren Mitglied u.a. auch die Notarkammer Brandenburg ist. Es unterstützt die Notare insbesondere bei ungewöhnlichen oder besonders komplizierten Rechtsproblemen.

 

Des Weiteren ist die Notarkammer Brandenburg gemeinsam mit der Notarkammer Berlin und der Deutschen Notarrechtlichen Vereinigung Gründer des Instituts für Notarrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Institut wurde im Februar 2004 gegründet und nimmt insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  • die wissenschaftliche Erforschung von Rechtsgebieten, die für die Tätigkeit der Notare und die Vertragsgestaltung bedeutend sind,- die Durchführung von Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität mit notarspezifischen Fragestellungen, 
  • die Durchführung wissenschaftlicher Tagungen, 
  • die Förderung und Anregung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben (Seminararbeiten, Doktorarbeiten, Forschungsprojekte etc.). 

 

Die Bemühungen um Gewährleistung fachlich hoher notarieller Dienstleistungen durch kammerinterne Fortbildungsveranstaltungen werden durch zentrale Fortbildungsangebote der Notarkammern der neuen Länder sowie durch das Fachinstitut für Notare im Deutschen Anwaltsinstitut (DAI) abgerundet.

 

Dachorganisation aller 21 Notarkammern der Bundesrepublik ist die Bundesnotarkammer.